A wie Absteppen

Mit Absteppen ist gemeint, dass neben einer vorhandenen Naht noch einmal genäht wird. Die Steppnaht ist später sichtbar, daher solltest du die Garnfarbe dem Material anpassen. Du kannst die Garnfarbe unauffällig wählen in passender Stofffarbe oder du setzt ganz bewusst einen Kontrast.

Quilten

Ganz häufig findest du Steppnähte beim Quilten, was aus dem Englischen kommt und „Steppdecke“ bedeutet. Denn hier werden die verschiedenen Lagen mit einer Steppnaht fixiert.

Jeans

Aber auch bei Bekleidung kommen oft Absteppungen zum Einsatz. Jeanshosen haben fast immer sichtbare Steppnähte, zum Beispiel um die aufgesetzten Taschen zu fixieren.

Ziernähte

Von diesen Nähten abzugrenzen sind sogenannte Ziernähte. Diese erfüllen im Gegensatz zu den Steppnähten keinen Zweck, außer der Optik. Sie halten kein Material zusammen und fixieren nichts. Die Steppnaht hingegen verleiht dem Nähstück meist auch Stabilität.

Knappkantig und füßchenbreit

Häufige Gründe für das Absteppen sind, ein Fixieren der Nahtzugabe und um zu erzielen, dass die Naht insgesamt flacher liegt. Zu diesem Zweck bügelst du die Nahtzugabe entweder zu einer Seite oder mittig auseinander und nähst anschließend die Nahtzugabe neben der Naht fest. Wenn du circa zwei Millimeter neben der Naht nochmals nähst, nennt man dies knappkantiges Absteppen. Wenn du die Breite deines Füßchens als Abstand einhältst, ist dies eine füßchenbreite Steppnaht. Die meisten Nähfüßchen haben dabei eine seitliche Breite von 7 mm. Einige wenige sind breiter.

Manchmal wird dazu geraten, mit der linken Stoffseite nach Oben liegend zu nähen, damit du die Naht besser siehst. Oft ist das Nahtbild (gerade bei einfachen Nähmaschinen) aber von der Oberseite schöner, als von der Unterseite. Und da deine Steppnaht später den Blick auf sich zieht, rate ich dir zum Nähen von der rechten Stoffseite. Wichtig ist dabei nur, dass du die Nahtzugabe vorher gut fixierst mit Stecknadeln und es macht auch gar nichts, ganz langsam zu nähen, damit die Naht gerade wird. Ein Trick ist, nicht auf die Naht zu schauen beim Nähen, sondern auf den Abstand vom Nähfuß. Außerdem kannst du den Anschiebetisch deiner Nähmaschine entfernen und kommst so mit den Fingern näher an den Nähfuß. Jetzt kannst du den Stoff so zwischen deinen Fingern gleiten lassen, dass du auf der Unterseite fühlen kannst, ob die Nahtzugabe noch richtig liegt. Mit etwas Übung klappt das gut.

Eine weitere Form der Absteppung ist das Nähen im Nahtschatten. Hier wird fast auf der ursprünglichen Naht genäht, aber eben nur fast. Die Naht ist kaum sichtbar später.

Nähfüße

Auch sei natürlich noch darauf hingewiesen, dass es für jede Näharbeit einen speziellen Nähfuß gibt, der die Arbeit erleichtert. So zum Beispiel den Kantenstepper, für Arbeiten im Nahtschatten oder auch Saumhilfen, die ein Einhalten der korrekten Abstände ermöglichen. Die Anschaffung lohnt sich immer dann, wenn du häufig solche Nähte setzt und das Sortiment an Nähfüßen ist riesig. Aber natürlich funktioniert es auch mit dem ganz normalen Steppfuß der Nähmaschine.

Es grüßt dich herzlich Nina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.