Baumwolljersey

Nach unserem Beitrag Jersey – 5 Tipps! möchten wir dir verschiedene Jerseyarten näher bringen. Den Anfang macht heute der Baumwolljersey, da er sehr häufig Verwendung findet beim Nähen.

Jersey ist nicht Jersey

Jersey lässt sich nach dem Material unterscheiden und nach der Herstellungsart. Wenn wir also von einem Baumwolljersey sprechen, dann ist schon mal klar, dass er aus Baumwolle besteht. Neben Baumwolle gibt es auch Jerseys aus Wolle oder Wollmischungen, Seide, Viskose, Polyester oder anderen Kunstfasern. Alle haben unterschiedliche Eigenschaften durch das Material. Wir schauen und heute aber erstmal Jersey aus Baumwolle an, denn es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser früher oder später unter deinem Nähfuß landet.

Häufig bekommst du in Stoffgeschäften sogenannten Stretch-Jersey. Dieser besteht aus Baumwolle und einer Beimischung Elasthan von 3 bis 5 %. Das Elasthan bewirkt, dass der Jersey nicht nur dehnbar ist, sondern auch elastisch – das bedeutet, er geht nach dem Dehnen weitgehend in seine Ursprungsform zurück. Zumindest, wenn er nicht überdehnt und die Struktur des Elasthan damit verletzt wird. Beim normalen Gebrauch erhält der Jersey so lange immer wieder seine ursprüngliche Form.

Herstellungsarten

Neben dem Material spielt die Art der Herstellung eine große Rolle für die Beschaffenheit eines Jerseys. Häufiger begegnen werden dir:

Single-Jersey wird durch rechte und linke Maschen, die sich abwechseln gebildet. Dadurch siehst du eine rechte und eine linke Stoffseite, die unterschiedlich sind. Der Stoff ist durch diese Art der Herstellung sehr dehnbar, was ihn für viele Kleidungsstücke prädestiniert.

Double-Jersey weist zwei gleiche Stoffseiten auf, da er an zwei Nadelreihen produziert wird. Besonders für Kleider, Hosen oder Jacken gut geeignet ist der sogenannte Romanit-Jersey, da er schwer fällt und sich der Körper oder Unterwäsche darunter nicht abzeichnet wie beim Singeljersey.Praktisch ist nebenbei, dass du dir um rechte und linke Seite keine Gedanken machen brauchst.

Interlock-Jersey ensteht durch eine Doppelstricktechnik. Dadurch erhält dieser Jersey eine geschlossene Oberfläche und ist sehr strapazierfähig. Er wird durch diese guten Eigenschaften gerne für Freizeitkleidung verwendet aber auch für Bettwäsche.

Jacquard-Jersey weist durch seine spezielle Herstellungsart besondere Möglichkeiten für Muster auf. Während andere Jerseys meist bedruckt sind, wird hier ein Muster eingewoben. Dadurch bleibt das Muster sehr lange sehr schön und verwäscht nicht. Auch ist das Material in der Regel schön griffig und weich, was den Jacquard-Jersey zu einem Liebling der Nähszene gemacht hat. Demnächst kannst du in einem weiteren Beitrag hier mehr dazu lesen.

Cloqué-Jersey beschreibt die Oberflächenstruktur dieses Stoffes. Durch unterschiedliche Techniken wird erreicht, dass sich ein Teil der Fäden zusammenzieht und so eine Blasenstruktur entsteht, die sehr hübsch aussehen kann.

Zusammenfassung

Sehr häufig wird dir ein Single-Baumwolljersey mit Elasthananteil begegnen. Das ist die Standardware in vielen Stoffgeschäften. Daraus sind auch sehr viele T-Shirts genäht, die du im Handel erhältst und es ist sehr wahrscheinlich, dass du genau dieses Material vor Augen hast, wenn du an Jersey denkst. Es eignet sich für Shirts und Tuniken, für leichte Mützchen und Loops aber auch für luftige Pumphosen.

Viel Spaß beim Nähen!

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